Donnerstag, 12. März 2015
Und gut
Ein weißes Papier ist der Tag. Unter den Beinen, die die Untergrundbahn in den Himmel tragen, der blau ist und hanseatisch strahlt, fließt der Fluss durch die Stadt. Tauben gurren und tun, als wären sie Möwen. Herr D. fährt die Straße am Fluss entlang, um die Leere zu füllen. Er sieht durch die Beine, die die Bahn aus dem Tiefen in den Himmel hieven, gestelzt, ein Als-Ob, die Tauben am Fluss, die keine Ahnung haben und wissen, dass das Meer noch weit ist, an der Mauer, am Kai, die nicht Emma heißen, weil das Publikum hier Möwen nicht kennt. Ein dicker Mann kommt zum Angeln. Flügel fliegen auf. Sie schlagen, steigen hoch und höher als die U-Bahn, und wären sie schneller, würden sie den makellosen Himmel streifen wie ein Düsenjet. Die haben's nicht gut, denkt Herr D., mittelalt, und steht bei Rot, schon um etwas zu denken (der Kopf ist ein leeres Blatt) und denkt über Tauben nach: Ich stehe bei Rot. Ich sehe einen Mann, der auch einmal jung war, jetzt dick und angelnd. Vielleicht kannten wir uns einmal. Ich fahre weiter und werde ihn nie fragen. Leer ist der Tag wie mein Kopf. Schön.
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